15.09.2021 - Redaktion: Eberhard Fuhr (Pressesprecher des EJW)s

Junge Menschen wirksam an politischen Entscheidungen beteiligen

Daniela Broda, neue Vorsitzende des Deutschen Bundesjugendrings (Pressefoto aej)

Daniela Broda als neue Vorsitzende des Deutschen Bundesjugendrings gewählt

Im Rahmen der 94. Vollversammlung des Deutschen Bundesjugendrings (DBJR) haben die Delegierten am 11. September 2021 in Magdeburg einen neuen Vorstand gewählt. Neue DBJR-Vorsitzende ist Daniela Broda, Referentin für Jugendpolitik der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e. V. (aej). Zusammen mit Wendelin Haag, Bundesleiter der Naturfreundejugend Deutschlands, bildet sie die Doppelspitze in der Dachorganisation der Jugendverbände und Landesjugendringe in Deutschland.

Daniela Broda hat an der Frankfurt University of Applied Sciences Sozialpädagogik studiert. Erste berufliche Stationen absolvierte sie als Jugendreferentin im Evangelischen Jugendwerk Hessen, Stadtjugendreferentin in Frankfurt und Referatsleiterin Jugendreisen bei hin und weg-Evangelische Jugendreisen. Seit 2016 arbeitet Broda bei der aej, zunächst als Projektleiterin bei der Weltausstellung Reformation in Wittenberg. Seit 20217 leitet sie in der aej/ESG-Geschäftsstelle das Referat für Kinder- und Jugendpolitik.

In der Evangelischen Jugend und in der Jugendverbandslandschaft ist Daniela Broda kein unbeschriebenes Blatt. Seit ihrer Jugend engagiert sie sich verantwortlich auf Orts-, Landes- und Bundesebene für die Belange junger Menschen, etwa im Vorstand der Evangelischen Jugend in Hessen und Nassau und in den jugendpolitischen Gremien der aej. Im Vorstand des Hessischen Jugendrings und bis heute als stellvertretende Vorsitzende des DBJR engagiert sich Daniela Broda aber auch über die Grenzen der Evangelischen Jugend hinaus für die Selbstbestimmung von Kindern und Jugendlichen.

„Die vielfältige Arbeit der Jugendverbände und -ringe beeindruckt mich immer wieder aufs Neue. Wir erreichen mit unseren Angeboten eine eindrucksvolle Anzahl junger Menschen und begeistern sie für unsere Arbeit. Die Jugendverbandarbeit ist nach wie vor für mich eines der spannendsten Handlungsfelder der Kinder- und Jugendhilfe, die von Selbstorganisation und Interessenvertretung lebt und die Möglichkeit bietet, Demokratie aktiv mitzugestalten“, freut sich Daniela Broda auf ihre zukünftigen Aufgaben.

Die Herausforderungen sind groß. Der Umgang mit der Corona-Pandemie hat gezeigt, dass junge Menschen noch stärker aus dem Blick geraten sind und gerade an politischen Entscheidungen die sie selbst betreffen, nicht beteiligt wurden. Vor den Delegierten der DBJR-Vollversammlung betonte Daniela Broda deshalb: „Jugendpolitik muss in der kommenden Legislaturperiode einen noch höheren Stellenwert bekommen. Politische Entscheidungen müssen sich an den Bedarfen und Interessen junger Menschen orientieren und auch messen lassen.“

Im Deutschen Bundesjugendring sind 29 Jugendverbände, 16 Landesjugendringe und sieben Anschlussverbände organisiert. Die Mitgliedsorganisationen des DBJR stehen für ein breites Spektrum jugendlichen Engagements: Konfessionelle (wie die aej), ökologische und kulturelle Verbände sind hier ebenso zusammengeschlossen wie Arbeiterjugend-Verbände, humanitär geprägte Verbände, Pfadfinderinnen- und Pfadfinder-Verbände und Verbände junger Migrantinnen und Migranten.

Die aej vertritt als Dachorganisation die Interessen der Evangelischen Jugend in Deutschland auf Bundesebene. 32 Mitgliedsorganisationen und acht außerordentliche Mitglieder arbeiten hier zusammen. Unter dem Leitbild Orientierung an Christus – Vielfalt als Chance – Selbstbestimmung von Kindern und Jugendlichen prägt Evangelische Jugend den persönlichen Glauben an Gott, verwirklicht Gerechtigkeit zwischen Menschen, Geschlechtern und Generationen und zeigt Wege in eine Welt voller Vielfalt auf. Evangelische Jugend schafft Räume für die Partizipation junger Menschen in Kirche, Politik und Gesellschaft und beteiligt sich an allen Entscheidungen, die junge Menschen betreffen.

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